Allgemeines zur Geschossdeckendämmung

- Grafik: Eine nichtbegehbare Geschossdeckendämmung
Ein Dach ist ein elementares Bauteil unserer Gebäude. Dabei stehen nicht nur Optik und Design im Vordergrund, sondern ein Dach schützt unsere Gebäude auch vor Witterungseinflüsse (Regen, Schnee) jedoch auch besonders vor Wärme und Kälte.
Die obere Geschossdecke oder eine sogenannte Kehlbalkenlage ist ein häufiges Bauteil im Dachraum. Die Geschossdecke oder auch Kehlbalkenlage grenzt unsere Wohnräume nach außen ab.
Wohngebäude, die bis in die Ende der 70'er Jahre erstellt wurden, besitzen nur eine unzureichende und/oder überhaupt keine Wärmedämmung (Dachisolierung).
Jeder Bewohner eines schlecht gedämmten Dachwohnraumes weiß aus Erfahrung, wie kalt es im Winter, und wie heiß es im Sommer, unter Dachschrägen werden kann. Die leichte Bauweise kühlt schnell aus oder transportiert sehr schnell die Wärme von aussen nach innen.
Der Einbau einer Wärmedämmung als Dachisolierung im Bereich der Dachschrägen und/oder der oberen Geschossdecke hilft Energiekosten einzusparen und/ oder die darunter liegenden Wohnräume vor sommerlicher Wärme schützen.
Dank moderner Wärmedämmstoffe kann dieser Komfort auch im Altbau nachträglich einfach und kostengünstig erreicht werden.
Unterschiede einer Geschossdeckendämmung (Dachisolierung)

- Grafik: Eine begehbare Geschossdeckendämmung
Wir unterscheiden eine Geschossdeckendämmung (Dachisolierung) grundsätzlich in begehbar und/ oder nicht begehbar.
- Begehbare Geschossdeckendämmung: Eine begehbare Geschossdecke besteht aus einem trittfestem Dämmstoff, der mit einer Schutzschicht aus Holzplatten (z.B. OSB Platten) abgedeckt wird. Die Geschossdecke ist nach dem Einbau der Dachisolierung wieder begehbar.
- Eine nicht begehbare Geschossdeckendämmung besteht aus weichen meist nichtbegehbaren aber sehr kostengünstigen Dämmstoffen. Angewendet werden Glaswollematten Glaswollerollen oder Einblasdämmstoffe wie Zellulose oder Holzwolle. Einblasdämmdämmstoffe können offen aufgeblasen oder aber auch in vorhandene Hohlräume einfach und kostengünstig eingebaut werden.
- Eine Sonderform einer nachträglichen Geschossdeckendämmung ist das Dämmhülsenverfahren als begehbare Geschossdeckendämmung. Dieses Dämmverfahren kommt dann zur Anwendung wenn eine kostengünstige begehbare Ebene mit maximaler Energieeinsparung gefordert ist. Zudem bestehen die erforderlichen Systemkomponenten ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen. Besonders in der Altbausanierung oder bei der Erstellung von Passivhäusern als Neubau kann das Dämmhülsenverfahren alle Anforderungen kostengünstig und umweltfreundlich erfüllen.
Kostenvergleich verschiedener Dämmverfahren für eine Geschossdeckendämmung
Fazit: Geschossdeckendämmung
In der Altbausanierung eignen sich insbesondere Dämmstoffe mit eine hohe Phasenverschiebung besitzen, d.h. neben sehr guten Wärmedämmeigenschaften im Winter, zeichen sich diese meist natürlichen Dämmtoffe für einen besonders guten sommerliche Wärmeschutz aus.
Dämmstoffe mit einem sehr guten sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz sind Zellulose oder Holzfasern.
Aktuelles Projekt für ein Dämmhülsensystem/ Dämmhülsenverfahren

Zur Zeit werden in der Katholischen Bildungsstätte Kloster Orbeck mit dem Dämmhülsenverfahren die Geschossdecken energetisch saniert. Die Entscheidung für das Dämmhülsenverfahren war unter anderem der ökologische Aspekt vor allem die Nachhaltigkeit der Rohstoffe. Desweiteren ist es möglich das Dämmmaterial, hier der Dämmstoff Zellulose, vom Erdgschoss aus, mit einer speziellen Maschinentechnik mittels Druckluft direkt ins Dachgeschoss in den entstandenen Hohlraum einzublasen. Die neue Oberfläche der Geschossdecke aus OSB - Platten ist begehbar bis zu 400 kg/ m² belastbar. Die Kosten für eine Geschossdeckendämmung mit dem Dämmhülsenverfahren/ Dämmhülsensystem rechnen sich schon nach wenigen Jahren.
Bei einem sehr unebenen Untergrund wäre auch der Einstz dem Dämmträgerverfahren/ Dämmstegverfahren denkbar. Bei dieser Variante überbrückt ein spezielles Trägersystem die Unebenheiten.
Bei beiden Verfahren können die erforderlichen Vorgaben der EneV leicht und kostengünstig erfüllt werden. Gerade wenn ein Geschossdecke im Passivhausstandard erstellt oder saniert werden soll, ist dies sehr kostengünstig möglich.
Die begehbare effektive Dämmung für die oberste Geschossdecke.
Auf druckfesten Dämmhülsen werden OSB- oder zementgebundene Spanplatten so miteinander verbunden, dass eine stabile Oberfläche entsteht. Die Dämmung unter den Platten erfolgt mit Zellulose- oder Steinwoll-Dämmstoff effizient und fugenlos im Einblasverfahren. Wärmebrücken, wie bei konventionellen Holzbalkenkonstruktionen, gibt es beim Dämmhülsen-System nicht. Die Tragkraft der Hülsenkonstruktion beträgt ca. 1,5 t / m² gedämmter Fläche.
Tipp: Da sich mit diesem System auch hohe Dämmstärken sehr günstig realisieren lassen, empfehlen wir die Ausführung im „nachhaltigen“ Passivhausstandard. Das bedeutet: eine Dämmhöhe zwischen 30 und 40 cm Dicke ist die wirtschaftlichste Lösung. Einmal richtig gedämmt - Jahrzehnte lang gespart!
Hinweise:
- Bei Holzbalken-Konstruktionen muss zwingend eine Absperrverfüllung seitlich an den Mittelpfetten erfolgen. Damit wird eine Hinterlüftung (Herabsetzung der Wirksamkeit) der darüber liegenden Dämmstoffschicht vermieden.
- Im Zuge der Dämmmaßnahme sollte auch die Bodenluke gedämmt werden.
- Der Gesetzgeber schreibt die Dämmung der obersten Geschossdecke in der EnEV (Energie-Einspar-Verordnung) zwingend vor!.
Vorteile:
- Der Dachboden kann nach der Dämmung genauso genutzt werden, wie vorher.
- Aufgrund einer möglichen Dämmstoffstärke von bis zu 40 Zentimeter kann durch diese Konstruktion der Wärmeabfluss im Winter und der Wärmezufluss im Sommer minimiert werden.
- Der Aufwand des Hochtransportes der Dämmstoffe ist durch den Einsatz einer Einblasmaschine sehr gering.
- Im Vergleich zu Konstruktionen mit Kreuzbalkenlage oder Holzstempeln ist die Dämmhülsen-Konstruktion nahezu wärmebrückenfrei und damit qualitativ hochwertiger.
- Die darunter liegenden Räume wirken behaglicher.
- Die Heizkosten werden stark reduziert.
- Es wird weniger CO2 emittiert.
- Diese Dämmmaßnahme ist sehr kostengünstig und amortisiert sich innerhalb weniger Jahre.
- Die Dämmarbeiten sind meist an einem Tag durchgeführt.
- Die Belastung der Bewohner durch die Arbeiten ist sehr gering.
- Es können rein ökologische Produkte verwendet werden.
- Ein nachträglicher Ausbau und Wiederverwenden des Dämmmaterials ist möglich.
- Diese Dämmmaßnahme ist auch für Do-It-Yourselfer geeignet.
Nachteile:
- keine
Geeignete Produkte:
Für diese Dämmmaßnahme sind nur Einblas-Dämmstoffe geeignet. Diese unterscheiden sich durch Rohstoffherkunft, Brandklasse, Einbaugewicht, Wärmedurchlasswiderstand und Preis. Siehe Dämmstoffe...
- Zellulose-Faserdämmstoff
- Steinwolle-Faserdämmstoff
Wärmeschutz:
- Wärmedurchlasskoeffizient (U-Wert) der Deckenkonstruktion (Beton) vorher ca. 3,0 W/(m²K) – nachher ca. 0,1 W/(m²K) = „Passivhausstandard“
- Dies bedeutet, dass eine wärmetechnische Verbesserung des Bauteils oberste Geschoßdecke um ca. 95% problemlos möglich ist
Kosten:
- zwischen 35 und 45 € / m² je nach Dämmstärke und Fläche
- bei einem Einfamilienhaus mittlerer Größe ergeben sich somit Gesamtkosten von ca. 2.600,00 €
Amortisationszeit des eingesetzten Kapitals: 4 - 5 Jahre
Gerne beraten wir Sie auch ausführlicher zu speziellen Gegebenheiten an Ihrem Gebäude, zu Dämmstoffen und Preisen. Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns Ihre Fragen über unser Anfrageformular.
Geschossdeckensanierung bei unebenen Untergrund mit dem Dämmträgerverfahren/ Dämmstegverfahren
Eine Geschossdeckendämmung ist das Bauteil, das den Wohnraum vom Dachgeschoss trennt. Dabei sind die Temperaturunterschiede zwischen innen und außen besonders hoch. Im Winter hat eine ungedämmte Geschossdecke einen sehr hohen Wärmestrom. Je nach Grundriß verliert eine abschließende Geschossdecke bis zu 30 % des gesamten Energieverbrauchs.
Zudem ist die Sanierung einer abschließenden Geschossdecke nach EneV ab sofort Pflicht.

Holzfaser - Einblasdämmung

Vorteile einer Holzfaser - Einblasdämmung
- Fugenfreie Dämmschicht
- Sehr gute Wärmedämmung und Wärmespeicherung
- Hervorragender sommerlicher Hitzeschutz
- Besonders diffusionsoffen für ein gesundes Raumklima
- Dauerhaft setzungssicher durch Verzahnung der Holzfasern
- Verschnittfreie Verarbeitung
- Hohe Qualität durch geschulte Verarbeitungsbetriebe
- Recycelbare, sortenreine Holzfasern aus Kiefernholz
Geschossdeckendämmung
Die Geschossdeckendämmung ist eine effektivsten Dämmmaßnahmen bei einem Wohngebäude mit einer nach oben abschließenden ungedämmten Betondecke oder Balkenlage. Im Referenzbeispiel sehen wir eine Betondecke eines Mehrfamilienwohnhauses die nachträglich mit einer Geschossdeckendämmung gedämmt wurde.
- U -Wert vorher ca. U= 3,00 bis 4,00 W/m²*K
- U -Wert beträgt gedämmt nur noch U= 0,16 W/m²*K
Sie möchten ein kostenloses Angebot für eine Geschossdeckendämmung -> Kontakt

Geschossdeckendämmung ungedämmt
- Im oberen Beispiel sehen Sie eine ungedämmte Geschoßdeckendämmung. Eine ungedämmte Betondecke als letzte obere Geschoßdecke verliert enorm viel Energie. Der Wärmestrom und somit der U-Wert ist sehr hoch.

Geschossdeckendämmung gedämmt
- Das unter Beispiel zeigt dagegen eine gedämmte Geschoßdecke. Hier ist der Wärmestrom sehr viel geringer. Die obere Betondecke wirkt jetzt als Wärmespeicher und Wärmepuffer. Die gespeicherte Wärme kann bei Bedarf an den darunter liegenden Wohnraum wieder abgegeben werden.







